Logo der Praxis

Schritt 1: Die Planung der Strahlentherapie

Hier stehen zwei Kernpunkte im Zentrum der Überlegungen:
1. Im zu behandelnden Gewebe muss die Dosis hoch genug sein um die erkrankten Zellen anzugreifen.
2. Das umliegende gesunde Gewebe soll optimal geschont werden.

Mittels moderner digitaler Rechnertechnik kann die Bestrahlung heute gezielt auf die erkrankte Region eingegrenzt und dort maximiert werden. Voraussetzung dafür sind computertomo-
grafische Schnittbilder bzw. Daten dieser Region aus denen mit eigens für die Strahlentherapie entwickelten Hochleistungsrechnern ein 3D-Modell z.B. des Tumors errechnet werden kann. Anhand dessen wird dann ein sog. Zielvolumen festgelegt, ein dreidimensionaler Raum in dem nur das zu behandelnde Gewebe eingeschlossen ist. Gesunde Organe und Gewebe die besonders geschont werden sollen (z.B. Rückenmark) werden nicht in dieses Zielvolumen eingeschlossen und können dadurch optimal geschont werden.

Mitunter ist es notwendig, die Bestrahlung auch über die anatomischen Grenzen des Tumors hinaus auszudehnen um z.B. verdächtige regionäre Lymphknoten etc. prophylaktisch mit zu behandeln. In diesem Falle setzt sich das Zielvoluman dann aus Tumorvolumen und diesen Gewebsanteilen zusammen.

Wichtig zu wissen ist, daß die Verabreichung der Strahlen aus jeder beliebigen Richtung und jedem Winkel erfolgen kann. Üblich ist eine Applikation über mehrere Felder, d.h. aus verschiedenen Winkeln, die sog. Mehrfeldertechnik. Diese Felder treffen sich im Zielvolumen. In diesem kommt es also zu einer Summierung der Dosen der einzelnen Felder. Gesunde Gewebe werden hierbei nur von der Strahlendosis eines einzelnen Feldes durchdrungen welche für sie weitestgehend unschädlich sind und dadurch nur gering belastet.
Lediglich der Tumor erhält die volle Dosis.

 

© 2011 Dr. med. Michael und Johanna Pohl, Priv. Doz. Dr. med. Axel Becker | Impressum